Dahlien - Gute Pflege für prächtige Blüten

Dahlien sind schon fast ideale Gartenblumen, denn sie brauchen nicht allzuviel Pflege, stellen nur wenige Ansprüche und bereiten viele Jahre Freude. Lesen Sie nun im Folgenden alles über Pflegearbeiten, Schädlinge und die richtige überwinterung.

Blütenpracht kommt von guter Ernährung...

Nach der Pflanzung ist eine gute Nährstoffversorgung erforderlich, da Dahlien starke Zehrer sind. Sie benötigen drei Düngergaben mit einem herkömmlichen Blaukorndünger. Diese werden über die Vegetationsperiode verteilt. Die erste Gabe gibt man sofort nach der Pflanzung als Startdüngung. Gerade das optimale Wachstum vor dem Knospenansatz ist entscheidend für den Blütenreichtum im Herbst. Die zweite Gabe ist im Juli und die dritte Anfang September fällig. Pro Pflanze werden jedesmal etwa 20 Gramm Dünger verabreicht.

Wer keine mineralischen Dünger verwenden möchte, hat es ungleich schwerer, seine Dahlien richtig zu ernähren. Organisch-mineralische oder rein organische Dünger müssen in ausreichender Menge schon während der Pflanzung dem Boden beigegeben werden. Das hat den Nachteil, daß zuerst sehr viele, späterhin dann aber immer weniger Nährstoffe zur Verfügung stehen. Solche Dünger werden, wie schon gesagt, nur einmal im Jahr, zur Pflanzung verabreicht.

...und liebevoller Pflege

Neben der üblichen Unkrautbekämpfung braucht die Dahlie während der Wachstumsphase nicht allzuviel Pflege. Anders sieht das nach dem Einsetzen der Blüte aus.

Sehr wichtig ist das rechtzeitige Anbinden der zumeist höher wachsenden Pflanzen. Bestenfalls wird der Stab zum Anbinden schon vor der Pflanzung in den Boden gesteckt. Damit kann man sicher sein, daß später keine Wurzeln oder gar Knollen verletzt werden. Angebunden werden Dahlien, bevor sie umkippen, also, wenn sie mehr als kniehoch sind. Dazu kann man einen Bindfaden verwenden, jedoch sehen die Pflanzen danach eher einem Reisigbesen ähnlich. Besser sind sogenannte Staudenringe aus starkem Draht, wie man sie im Fachhandel bekommt.

In der Blütezeit, also von September bis Oktober, ist es wichtig, die alten Blüten auszuputzen. Zum einen beeinträchtigen angesetzte Samen die Blühfreude, zum anderen sind welke Blumen ein beliebter Aufenthaltsort eines gefährlichen Schadpilzes, dem Grauschimmel.

Unbeliebte Untermieter

Im Gegensatz zu anderen Gartenblumen machen den Dahlien nur wenige Schädlinge zu schaffen. Genau genommen sind es nur drei.

Blattläuse siedeln sich gern von Mai bis Juli auf den noch weichen Triebspitzen an. Sie verschwinden allerdings zumeist von selbst wieder. So richtig gefährlich ist eigentlich nur der Honigtau, den sie ausscheiden. Auf der klebrigen Substanz siedeln sich gern Schadpilze, wie Rußtau-Arten an.

Mehltau befällt fast jede Pflanze. Sehr einfach hat es der Pilz, der durch seinen weißen Belag auf den Blättern gut erkannt werden kann, wenn die Pflanze "hungert", also zu wenig Nährstoffe hat.

Grauschimmel tritt meist an Pflanzenteilen auf, die Nässe gut festhalten, z.B. alte Blüten. Er möchte es kühl und feucht. Der Pilz ist gut an dem grauen Schimmelpelz zu erkennen.

Gelbe Blätter ohne erkennbaren Schaderreger, besonders in den unteren Bereichen, sind meist kein Schädlingsbefall, sondern zu 90% ein Anzeichen von Nährstoffmangel. Die Symptome wurden schon auf der Rosen-CD ausführlich beschrieben.

Gut durch den Winter

Der erste leichte Nachtfrost läßt die grünen Teile der Dahlie erfrieren. Jetzt ist es Zeit, die Knollen auszugraben und frostsicher und trocken zu lagern. Dazu werden die Triebe auf 10cm Länge zurückgeschnitten. Die anhaftende Erde wird abgeschüttelt, aber keinesfalls abgewaschen ! Ist es tagsüber frostfrei, kann man die Knollen in der Oktobersonne abtrocknen lassen. Danach werden sie in offene Stiegen gepackt und im Keller bei 5-10 Grad bis zum kommenden Frühjahr aufbewahrt. Zu große Knollen werden erst im kommenden Frühjahr geteilt.

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