Das Verbreitungsgebiet dieses zwergigen Frühlingsboten liegt heute hauptsächlich in Polen und Russland, bis nach Westsibirien. Einst erstreckte es sich auch über Deutschland, jedoch gibt es nur noch vereinzelte Vorkommen in Bayern. Die Pflanze ist insgesamt vom Aussterben bedroht und steht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Die Pflege einer solchen Zwerg-Kuhschelle im eigenen Garten bedeutet demnach aktiven Schutz und Erhaltung unserer heimischen Flora.
Die niedliche Zwergstaude wird nur 10cm hoch und kann im Steingarten, in Schale & Kübel, sowie im Vordergrund von Blumenbeeten verwendet werden. Wer sein Engagement für unsere heimische Natur gern zeigen möchte, der pflanzt eine schöne Gruppe in den Vorgarten. Sie blüht im April und Mai.
Die Zwerg-Kuhschelle, auch Finger-Kuhschelle genannt, ist sehr gut winterhart und dauert verläßlich aus. Sie möchte einen sonnigen und trockenen Standort, Schatten oder feuchter Boden wird nicht gut vertragen. Es werden 9 Pflanzen/m² benötigt.
Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat im Mai. Kuhschellen brauchen die Kühlphase nicht zwingend, haben nach Kälteeinwirkung jedoch ein besseres Auflaufergebnis, insbesondere wenn die Samen schon älter sind. Die Keimung erfolgt nicht gleichmäßig, sondern über einen längeren Zeitraum. Die großen Sämlinge lassen sich angenehm pikieren und wachsen langsam heran.